In der Nacht nach dem Erdbeben in Japan

12. März 2011

Die Hilflosigkeit ist fast mit Händen zu fassen. Von Zu Stunde zu Stunde werden die Nachrichten über die Lage in mittlerweile fünf japanischen AKW-Blöcken immer dramatischer. Auch wenn das alles weit weg ist: an Schlaf ist nicht zu denken. Dabei kann ich nichts tun außer den Ingenieuren in Japan die richtigen Geistesblitze zu wünschen und immer wieder auf die Nachrichten zu harren.

Es ist noch nicht mit Sicherheit zu sagen, welche der Informationen wirklich den Fakten entsprechen. Manche klingen skurriler, als ein schlechter Film. So hieß es zwischendurch, Notstromaggregate stünden zwar vor dem einen Pannenreaktor, aber die entsprechenden Kabel seien nicht vorhanden, um sie anzuschließen. Leider gibt es genau solche Mischungen aus technischen Pannen und menschlichem Versagen überall, mit und ohne Erdbeben.

Unabhängig davon, was dort gerade genau passiert: Von der Mär der sicheren Atomkraft ist nichts übrig. Die zuständigen Techniker des hochindustrialisierten Japan haben die Lage schon seit vielen Stunden nicht im Griff. Es bleibt Bangen und Hoffen und die verflixte Schuldigkeit, aus dieser unbeherrschbaren Technologie auszusteigen.

Und ein weiteres Märchen hat sich in Luft aufgelöst: Atomkraftwerke können eben gerade keine Versorgungssicherheit bieten. Wenn mehrere von ihnen gleichzeitig ausfallen, gehen großflächig die Lichter aus. Jetzt in Japan. Ähnlich wie 2007 in Hamburg, als Brunsbüttel und Krümmel nur kurz zeitversetzt die Schnellabschaltung einleiten mussten. Wie viel dramatischer ist die Situation für die Versorgungssicherheit von Haushalten und Industrie, wenn weltweit aufgrund einer Schwerstkatastrophe die AKWs innerhalb kurzer Zeit vom Netz genommen werden und in kürzester Zeit durch andere Erzeugungsanlagen ersetzt werden müssen? Und so viel länger will die Regierung diese Gefahr für uns alle dulden.

Gekämpft wie eine Löwin und doch verloren – für heute

28. Oktober 2010

Heute ist ein schwarzer Tag für die Grüne Energiepolitik. Gerade haben die Fraktionen von Union und FDP Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke beschlossen. Nach deren Plänen sollen wir somit bis weit in die 40er Jahre mit Atommeilern im deutschen Stromnetz leben.

Die letzten Tage, aber auch Wochen und Monate waren geprägt vom Kampf gegen diese Dinosaurier-Politik. Wirklich enttäuschend und schwach finde ich, dass während der ganzen Zeit kein Vertreter von CDU oder FDP sich mit mir auf eine wirkliche Diskussion zum Thema eingelassen hat. Schon im Wahlkampf ist es in Flensburg trotz langer Suche nicht gelungen, einen Vertreter von CDU, FDP oder der Atomkonzerne zu finden, der sich der Auseinandersetzung auf dem Podium gestellt hätte. Während der parlamentarischen Debatte hier in Berlin gab es zwar Statements aller Fraktionen in den Ausschüssen und im Plenum, doch auch hier sind die Atom-Befürworter nicht auf meine Argumente eingegangen, sondern haben losgelöst ihre eigenen Statements gebracht. Ein Kampf der Ideen, wo wirklich die Qualität der Argumente gegeneinandersteht und jeweils geprüft wird, hat nicht stattgefunden. Da passt es auch ins Bild, dass die Koalition ihren Gesetzesentwurf mit großer Hektik durch den Bundestag gepeitscht hat.

Wir haben heute verloren, aber wir kämpfen weiter. Vor dem Bundesverfassungsgericht, nach Neuwahlen, und natürlich mit Argumenten. Ich bin sicher, dass wir am Ende gewinnen werden. 

Großer Widerstand gegen Merkels Atompolitik

18. September 2010

Über 100 000 Menschen umzingelten auf der Großdemo am 18. September das Regierungsviertel in Berlin. „Atomkraft abschalten!“ skandierte die wogende Menge. Sie demonstrierten wütend gegen die Atomlobby-Politik der gelb-schwarzen Regierung und die längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke.

Aus Flensburg und Umgebung waren natürlich auch wieder viele gekommen. Gemeinsam erlebten wir den Start des heißen Herbstes.

Denn der Protest in Berlin war erst der Anfang.

Sternfahrt in Berlin: “Radfahren – aber sicher!”

6. Juni 2010




Wahlkreisbüroeröffnung

26. Mai 2010



Bundestagsdebatte zur Einführung eines Effizienzgesetzes

25. Mai 2010

Erste Rede im Deutschen Bundestag

17. März 2010

Ingrid in 60 Sekunden

9. März 2010

Ingrid bei Yourope zu Billigfliegern

7. Februar 2010

Geschenkestapel

28. Januar 2010
So ein großer Geschenkestapel

So ein großer Geschenkestapel

Vor unserem Umzug in die neuen Büroräume im Jakob-Kaiser-Haus haben wir mal alle Geschenke, die Ingrid ungefragt auf dem Postweg bekommen hat, auf dem Tisch drapiert. Von Büchern über Kalender bis hin zu Werbegeschenken ist alles dabei. Auch unsinnige Dinge wie eine Taschenlampe, verbunden mit einer allgemeinen Botschaft „Mehr Licht! 2010!“ – wenn es wenigstens eine solarbetriebene Lampe gewesen wäre – oder auch wertvolle, wie zum Beispiel ein kostenloser Eintritt fürs ganze Jahr auf einer großen Messe.

Ingrid hat nun beschlossen, so weit wie möglich nichts mehr anzunehmen, was sie aufgrund ihres Mandates bevorteilen oder sogar beeinflussen könnte. Etliches hat Dagmar deshalb schon an die Absender zurückgeschickt.